Die G.W. Leibniz-Seite von Wolfgang Kramer
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![]() Gottfried Wilhelm Leibniz, Begründer der Dyadik. Hier die Medaille zur Dyadik, die er für den Herzog Rudolf Ausgust von Hannover entworfen hat. Dargestellt sind die Dualzahlen von 0 bis 15. Zahlensysteme, die nicht auf der Basis 10 aufbauen, waren keine Erfindung von Leibniz. Ergard Weigel, ein Lehrer von Leibniz in Jena, hatt ein System mit 4 Ziffern entwickelt. Weitere Informationen gibt es in der Niedersächsische Landesbibliothek
Hannover |
Leibniz, Gottfried Wilhelm, Universalgelehrter, Philosoph und
Mathematiker, geb. in Leipzig 1.7.1646, gest. in Hannover 14.11.1716; wurde 1676 Bibliothekar und Rat des Herzogs
Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg in Hannover, später Hofgeschichtsschreiber,
regte die Gründung der »Societät der Wissenschaften« (später »Preuß. Akademie der
Wissenschaften«) in Berlin (1700) an.Leibniz war ein bed. Mathematiker (u.a. trug er
unabhängig von Newton entscheidend zur Entwicklung der Infinitesimalrechnung bei, führte
den Funktionsbegriff ein und entwickelte das Dualsystem), Rechtsgelehrter, Physiker und
Techniker (konstruierte die erste Rechenmaschine mit Staffelwalzen 1675), polit.
Schriftsteller, Geschichts- und Sprachforscher. Mit fast allen bed. Gelehrten Europas
stand er in regem Briefwechsel. Als Philosoph hat Leibniz ein nichtmechanist.,
rationalistisch-idealist. Denkgebäude entworfen, das die mechanist. Naturerklärung des
Descartes durch die Einführung des Begriffs der Zweckursachen mit dem religiösen Glauben
zu versöhnen suchte. An die Stelle der toten Atome setzte Leibniz individuelle, beseelte
oder »nackte«, nicht ausgedehnte, äußeren mechan. Einwirkungen unzugängl. Substanzen
bzw. Einheiten (Monaden), deren Lebensgrund die unendl. Urmonade der Welt, die Gottheit,
bilde (Conway). In jeder dieser Monaden spiegele sich das Weltgeschehen mit versch.
bewussten bis unbewussten Graden der Wahrnehmung (Perzeption), in den nackten Monaden als
Bausteinen der Materie in unbewusster Weise. Die Weltvorgänge in den einzelnen
»fensterlosen« Monaden sollen durch einen von vornherein von Gott angelegten Gleichklang
aufeinander abgestimmt sein (»prästabilierte Harmonie«). Die LehreLeibniz' ist
weltbejahend; die Ansicht, dass die Welt die vollkommenste unter allen mögl. Welten sei,
benutzt Leibniz zur Rechtfertigung Gottes. Quelle: Meyers Taschenlexikon Literaturhinweis: |
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