Adresse
Bei Adressen unterscheidet man zwischen logischen und
physikalischen Adressen. Eine physikalische Adresse wird aus der
logischen Adresse berechnet. Eine logische Adresse besteht immer
aus der Angabe eines der vier Segmentregister und einer
Offsetadresse. Multipliziert man die Segmentadresse der logischen
Adresse mit 16 und addiert hierzu die Offsetadresse, so ergibt
dies die physikalische Adresse.
Anti-Viren-Systeme;(-Programme)
Diese Systeme sind Programme, die den Rechner überwachen und
somit verhindern, daß Viren in das System eindringen und/oder
sich dort unbemerkt ausbreiten. Mit manchen Anti-Viren-Programmen
lassen sich auch Manipulationen von Viren abblocken.
Archiv-Attribut
Jede Datei kann mit diesem Attribut versehen werden. DOS stellt
es zur Verfügung, um unterscheiden zu können, ob eine Datei
bereits archiviert wurde (z.B. mit BACKUP) oder nicht. Bei einer
Änderung in der Datei wird das Attribut gesetzt, nach einer
erfolgreichen Archivierung wird es gelöscht.
ASCII
Der »American Standard Code for Information Interchange« ist
eine standardisierte Zuordnung zwischen den Zahlen im Bereich von
0 bis 255 und jeweils einem Zeichen.
AT
Diese Abkürzung für die Bezeichnung eines Computers mit einem
80286-i'rozessor steht für »Advanced Technology«.
Attribut
Attribute gibt es für verschiedene Dinge, wie z.B. für den
Bildschirm, für Dateien, für Zeichen, usw. Das Attribut Byte
eines Zeichens auf dem Bildschirm gibt z.B. die Farbe und das
Aussehen (unterstrichen, durchgestrichen, blinkend, ...) dieses
Zeichens an. Die Attribute einer Datei wiederum geben an, ob man
die Datei beschreiben darf, ob sie sichtbar ist, o.ä.
Ausführungszeit
Die Zeit, die ein Programm für bestimmte Aktionen benötigt.
AUTOEXEC.BAT
Sofort nach dem Booten eines Rechners wird nach dieser Datei
(Batch-Job) auf dem obersten Verzeichnis des Speichermediums, von
dem gebootet wird, gesucht. Sie enthält eine Reibe
aufeinanderfolgender DOS-Befehle. Wird sie gefunden, so wird sie
von dem Kommandoprozessor Befehl für Befehl ausgeführt.
Backup
Ein Backup ist die Möglichkeit, Daten und Programme mittels
eines Hilfsprogrammes auf einem zusätzlichen Speichermedium
(meist ein Bandlaufwerk) zu sichern (meist in komprimierter
Form). Somit hat man die Möglichkeit, bei einem eventuellen
Datenverlust auf dem primären Datenträger auf die Sicherung des
sekundären Datenträgers zurückzugreifen.
Batch-Job. Batch-Datei
ASCII-Datei mit einer Folge von DOS-Befehlen und/oder
Programmaufrufen. Diese Datei muß die Dateierweiterung ».BAT«
besitzen. Dient zum Ablauf mehrerer Aktionen hintereinander, ohne
daß der Anwender dazu explizite Eingaben machen muß.
Befehlsinterpreter
Hierbei handelt es sich um das Programm COMMAND.COM, das
normalerweise (wenn nichts anderes angegeben wird) nach dem
Einschalten des Computers gestartet wird. Es nimmt die Eingaben
des Anwenders entgegen, die zum Aufruf eines Programmes oder
eines internen Befehls benötigt werden. Der Befehlsinterpreter
bleibt resident im RAM, bis der Computer abgeschaltet wird.
BIOS
Das »Basic Input Output System« ist im ROM eines Computers
gespeichert. Es kann also durch Programme nicht verändert
werden. Es enthält grundlegende Funktionen und Routinen zur
Kommunikation mit dem System. Es befindet sich zwischen den
Speicherstellen FOOO:OO00 und FOOO:FFFF.
BIOS-Interrupts
Als BIOS-Interrupts bezeichnet man die Interrupts 10H bis 17H
sowie den Interrupt 1AH. Diese Interrupts rufen die Routinen des
ROM-BIOS auf.
Boot-Sektor
Hierbei handelt es sich um den absoluten Sektor 0 eines
Speichermediums. Wird ein Rechner gebootet, so werden von diesem
Sektor bestimmte Informationen und ein kleines Programm geladen,
mit dessen Hilfe eine DOS-Startroutine geladen werden kann, die
dann die eigentliche Initialisierung des DOS übernimmt.
Booten
Unter dem Begriff Booten versteht man die Aktionen, die erfolgen,
nachdem ein Rechner eingeschaltet wurde. Zunächst werden hier
die verschiedenen Bausteine des Systems getestet und danach
initialisiert. Danach wird das Betriebssystem geladen und
gestartet.
Cluster
Unter einem Cluster versteht man eine bestimmte Anzahl Sektoren.
Die Anzahl Sektoren, die zu einem Cluster zusammengefaßt werden,
richtet sich nach dem Speichermedium. Bei einer einseitigen
Diskette entspricht ein Sektor einem Cluster, bei einer
doppelseitigen zwei Sektoren einem Cluster. Bei Festplatten in
einem AT werden vier Sektoren zu einem Cluster zusammengefaßt,
bei einem XT jeweils acht.
CMOS
Steht für »Complementary Metal Oxid Semiconductor«. CMOS ist
eine spezielle Speichertechm.k. Bei dieser Art von Speicher
handelt es sich um RAM, d.h. er kann sowohl gelesen als auch
beschrieben werden. Der Unterschied zum herkömmlichen RAM liegt
darin, daß er zum Halten der in ihm gespeicherten Information
nur sehr wenig Strom braucht. Durch seine aufwendige Technik ist
er aber heutzutage noch so teuer, daß nur wenige Bytes (meist
64) von ihm im Rechner eingesetzt werden (z.B. für die
Echtzeituhr oder für Konfigurationsinformationen). Diese
Speicherbytes werden dann von Batterien gespeist, was zur Folge
hat, daß die Informationen jahrelang erhalten bleiben, ohne daß
der Rechner eingeschaltet sein muß.
COM-Dateien
Dies sind Dateien mit der Dateierweiterung ».COM«. Es handelt
sich hierbei normalerweise um ausführbare Programme, die
allerdings nicht größer als 64 KByte sein dürfen und deren
Daten, Code und Stack im RAM auch innerhalb eines Segmentes (64
KByte) liegen müssen.
COMMAND.COM
Diese Programmdatei enthält den Kommandoprozessor des
Betriebssystems und wird, wenn nicht anders angegeben, nach dem
Booten des Rechners gestartet und bleibt resident im
Hauptspeicher. Die Datei ist im Hauptspeicher in zwei Teile
aufgeteilt, einem residenten und einem transienten Teil. Der
residente Teil befindet sich an der niedrigsten freien Adresse im
Hauptspeicher, der transiente Teil am Ende des Hauptspeichers.
Der transiente Teil kann von anderen Programmen überschrieben
werden, falls der restliche Hauptspeicher nicht ausreicht. Er
wird dann von dem residenten Teil nach Beendigung des Programmes
wieder nachgeladen.
CONFIG.SYS
Dies ist eine ASCII-Datei des Betriebssystems, die zur
Konfiguration dient. Hier können Systemvariablen (z.B. FILES,
BUFFERS, COMSPEC usw.) gesetzt werden und die erforderlichen
Gerätetreiber, die installiert werden sollen, aufgeführt
werden.
CPU
Unter der »Central Processing Unit« versteht man den
Mikroprozessor des Computers.
Directory-Attribut
Ist eine Datei mit diesem Attribut versehen, so wird DOS
signalisiert, daß es sich dabei nicht um eine herkömmliche
Datei, sondern um einen Unterverzeichmseintrag handelt.
Diskettenformate
DÖS unterstützt mehrere Diskettenformate. Disketten können
zunächst einmal einseitig oder doppelseitig formatiert werden.
Weiterhin kann die Anzahl der Spuren (40 oder 80 pro Seite) sowie
die Anzahl Sektoren (8 oder 9 pro Spur) angegeben werden.
Disketten, die auf 80 Spuren formatiert werden sollen, müssen
vom Typ HD (High Density) sein.
DOS
Das »Disk Operating System« ist das Betriebssystem eines
Computers. Es wird beim Einschalten des Computers geladen und
regelt das Zusammenspiel zwischen dem Computer und den
angeschlossenen Geräten sowie zwischen dem Anwender (und seinen
Programmen) und dem Computer. Es umfaßt die sogenannten
Gerätetreiber und den Befehlsinterpreter.
DTA
Die »Disk Transfer Area« dient bei Datei- und
Verzeichniszugriffen als Datenübertragungsbereich (oft auch
Disketten-Übertragungsbereich genannt). Ihre Größe und ihre
Adresse wird von DOS standardmäßig festgelegt (Adresse 128 im
PSP, 128 Bytes lang). Ein Programm kann allerdings dafür sorgen,
daß ihre Größe und ihre Adresse verändert wird, um die zu
übertragenden Adressen aufzunehmen.
EnvironmentBlock
Jedem im Hauptspeicher eines Computers befindlichen Programm ist
ein sogenannter Environment-Block zugeordnet, dessen Adresse im
jeweiligen PSP vermerkt ist. Er besteht aus einer Folge von
ASCII-Strings, die Werte für die entsprechenden Variablen
angeben. Die Umgebungsvariablen können mit dem DOS-Befehl SET
angezeigt werden. Beispiel
COMSPEC=C: \COMMAND
~ATH=C: \;C: \DOS;
PRO>'PT=$P$G
HALLO=Dies ist eine vom Benutzer definierte Variable
EXE-Dateien
Dies sind Dateien mit der Dateierweiterung ».EXE«. Sie
beinhalten, wie auch die COM-Dateien, ausführbare Programme,
sind aber kaum Begrenzungen unterworfen.
EXEC-Loader
Dies ist eine Betriebssystemfunktion, mit deren Hilfe
ausführbare Programme geladen und ausgeführt werden können.
Auch der Befehlsinterpreter bedient sich dieser Funktion, wenn
ein vom Anwender aufgerufenes Programm gestartet werden soll.
Expertensysteme
Wissensbasierte Systeme, die Probleme auf nicht-prozedurale Weise
mittels einer Wissensbasis und eines logischen
Ableitungsmechanismus lösen.
Externe Befehle
Dies sind Betriebssystem-Befehle, die nicht im RAM abgelegt sind,
sondern vor ihrer Ausführung vom externen Datenträger geladen
werden müssen. Es besteht eigentlich kein Unterschied zwischen
einem ausführbaren Programm und den externen DOS-Befehlen. Als
externe Befehle werden aber normalerweise nur die Programme
bezeichnet, die beim Kauf eines Betriebssystems mitgeliefert
werden. Dies sind vorwiegend Befehle zum Verändern von
Systemparametern, zum Einrichten oder Ansprechen angeschlossener
Geräte usw. (z.B. FORMAT, CHKDSK, MODE, PRINT, ASSIGN usw.)
FAR-Befehle:
Als FAR-Befehle bezeichnet man Maschinensprache-Befehle, die als
Adresse sowohl eine Segment- als auch eine Offsetadresse
beinhalten. Somit ist es möglich auch Speicherbereiche
anzusprechen, die außerhalb des aktuellen 64 KByte Segmentes
liegen.
FAT
Die »File Allocation Table« ist eine Tabelle, die beim
Formatieren eines Speichermediums angelegt wird. Diese Tabelle
enthält die noch freien, die bereits belegten sowie die
unbrauchbaren Datenbereiche auf diesem Speichermedium. Weiterhin
enthält sie Informationen darüber, welche Datenbereiche zu
welchen Dateien gehören.
FCB
Der »File Control Block« ist ein Datenbereich im Hauptspeicher
(RAM), der benötigt wird, um den Zugriff auf Dateien zu steuern.
Hier werden Informationen wie Dateiname, Datum und Uhrzeit der
letzten Veränderung, Dateigröße, Laufwerksbezeichnung usw.
festgehalten. Die andere Möglichkeit, Dateien anzusprechen,
wäre über sogenannte »Handles« (siehe dort).
Garbage Collection
Dies ist eine Routine, die Teil eines jeden Interpreters, wie
Basic, Lisp oder Prolog ist (kann aber durchaus auch bei anderen
Programmen eingesetzt sein). Sie dient, wie ihr Name schon sagt,
als eine Art Müllabfuhr. Das heißt, daß der Speicherplatz der
nicht mehr benötigten Variablen eines Programmes freigegeben
wird. Da diese Speicherplätze nicht notwendigerweise
hintereinanderliegen müssen und somit eventuell nur mehrere
kleine freie Speicherbereiche entstehen, werden diese zu einem
zusammenliegenden großen Speicherbereich zusammengefaßt. Dies
geschieht, indem die dazwischenliegenden Daten verschoben werden
und deren neue Adresse entsprechend eingetragen wird.
Generation(sstufe)
Grad der Verbreitung eines Virus. Ein Trägerprogramm (Urvirus)
besitzt grundsätzlich die Generationsstufe 0, Wirtsprogramme
besitzen eine Generationsstufe, die um 1 höher liegt als die des
Programmes, von dem sie infiziert wurden. Die Generationsstufe
dient gelegentlich als Auslösungsmechanismus der
Maniupulationsfunktion von Viren.
Handle
Ein Handle ist eine Zahl, die DOS einem Programm übergibt, das
eine Datei öffnet. Von nun an beziehen sich alle Zugriffe auf
diese Datei auf das Handle. Bei bestimmten Funktionen zum Öffnen
oder Erstellen einer Datei oder eines Gerätes wird von DOS
automatisch das nächste freie Handle übergeben. Eine weitere
Möglichkeit des Dateizugriffs ergibt sich über FCBs (siehe
dort).
HardwareInterrupts
Darunter fallen alle Interrupts, die von Hardware-Bausteinen
ausgelöst werden. (Tastatur, Timer, Bildschirm, Drucker,
Disketten-und Festplattenkontroller usw.)
HexadezimalSystem
Im normalerweise üblichen Dezimalsystem kann man durch eine
Stelle zehn verschiedene Zahlen (0 9) darstellen. Im
Hexadezimal-System wird dies auf sechzehn verschiedene Zahlen
erweitert (0-9, A, B, C, D, E, F). Die Zahl zehn im Dezimalsystem
entspricht also im Hexadezimal-System einem A, 16 entspricht
einer 10 im Hexadezimalsystem. Zur Unterscheidung von Zahlen der
beiden Zahlensysteme wird eine Hexadezimalzahl normalerweise
durch ein vorangestelltes Dollar-Zeichen ($) oder ein
nachgestelltes »H« für HEX gekennzeichnet.
Hidden-Attribut
Jede Datei kann mit diesem Attribut versehen werden. DOS stellt
das Attribut zur Verfügung, um bestimmte, wichtige Dateien zu
schützen, indem sie quasi auf dem Datenträger versteckt werden.
Es besteht jederzeit uneingeschränkter Zugriff auf die Datei,
sie wird jedoch z.B. beim DIR-Befehl nicht mehr angezeigt.
Interne Befehle
Dies sind Befehle, die in der Datei COMMAND.COM enthalten sind.
Da diese Datei resident im Hauptspeicher ist, braucht zum
Ausführen dieser Befehle kein Programm geladen zu werden. Sie
stehen also ständig zur Verfügung und können somit sehr
schnell ausgeführt werden. (COPY, VER, SYS, TYPE, DIR, CD, MD,
RD usw.)
Interrupts
Ein Interrupt ist, wie der Name schon sagt, eine Unterbrechung,
und zwar eine Unterbrechung eines gerade in Ablauf befindlichen
Programms. Bei einem Interrupt wird der momentane Zustand des
Rechners gesichert und in die entsprechende
Interrupt-Service-Routine verzweigt. Nach deren Abarbeitung wird
das unterbrochene Programm wieder fortgesetzt. Interrupts können
verschiedene Prioritäten haben, die Verwaltung dafür übernimmt
der Interrupt-Controller. Insgesamt gibt es bei den Prozessoren
der Intel-80xxx-Familie 256 verschiedene Interrupts, die wiederum
in sogenannte Hardware- und Software-Interrupts unterteilt
werden.
Interrupt-Service-Routine
Als Interrup-Service-Routine, kurz ISR, bezeichnet man die
Routine, die aufgerufen wird, nachdem ein Interrupt eingetroffen
ist. Es kann mehreren der 256 Interrupts dieselbe ISR zugeteilt
werden, oder jedem eine eigene. Dies richtet sich nach den
jeweiligen Interruptvektoren in der Interruptvektor-Tabelle.
Interrupt-Vektor
Hierbei handelt es sich um die Adresse einer ISR. Die
Interruptvektoren stehen in der Interrupt-Vektor-Tabele. Ein
Interruptvektor besteht aus 4 Byte, der Segment- und der
Offsetadresse der ISR.
Interrupt-Vektor-Tabelle
Die Interrupt-Vektor-Tabelle steht an der Adresse 0000:OOOOH bis
einschließlich 0000:03FFH. Dies bietet Platz für genau 256
Interrupts, die auch mit der jeweiligen Adresse korrespondieren.
Der Interrupt-Vektor des Interrupts OH steht an der Adresse OH
bis einschließlich 3H. Die Interrupt-Nummer mit vier
multipliziert ergibt also die Adresse des zugehörigen
Interrupt-Vektors.
Interrupt-Viren
Meist speicherresidente Viren, die die Kontrolle über einen
bestimmten Interrupt übernehmen, indem sie dessen Vektor auf
eine eigene Routine verbiegen. Bei jedem Aufruf dieses Interrupts
wird nun statt der eigentlichen Interrupt-Service-Routine das
Virus durchlaufen.
ISR
Interrupt-Service-Routine
Kaltstart
Darunter versteht man das Aus- und wieder Einschalten eines
Rechners, um diesen neu zu starten. Danach ist das System
vollkommen neu initialisiert, bis auf das CMOS, das seine
Information behält. Der Kaltstart ist die einzig sichere
Methode, speicherresidente Viren aus dem Hauptspeicher zu
entfernen (vgl. auch Warmstart).
KByte
Ein »Kilobyte« entspricht nicht, wie man fälschlicherweise
annehmen könnte, 1000, sondern 1024 Byte. Dies entspricht genau
210 Byte.
Kommandointerpreter
Auch Kommandoprozessor genannt. Darunter versteht man den Teil
des Betriebssystems, der die Eingaben des Benutzers entgegennimmt
und interpretiert.
Ladezeit
Die Zeit, die zwischen dem Aufruf eines Programmes und seiner
ersten Aktion verstreicht.
MByte
Ein Megabyte entspricht 210 KByte oder 220 Byte. Dies sind 1 048
576 Byte.
Media-Deskriptor
Der Media-Deskriptor gibt das Format eines Massenspeichers an. Er
ist im ersten Byte der FAT gespeichert. Beispiel
F8H Festplatte
F9H:5 Diskette doppelseitig,80 Spuren,15 Sektoren
FCH:5 Diskette einseitig,40 Spuren,9 Sektoren
NEAR-Befehle
NEAR-Befehle sind Maschinensprache-Befehle, die als Adresse einer
Variablen oder eines Unterprogrammes nur eine Offsetadresse
angeben. Dadurch befindet man sich immer im aktuellen Segmend.
Overlay
Ein Overlay ist ein Programm, das von einem anderem Programm
an eine bestimmte Adresse nachgeladen wird. Wird meist verwendet,
wenn nicht das gesamte Programm in den Hauptspeicher paßt. Es
können dann mehrere Overlay-Dateien erzeugt werden, möglichst
so, daß sich die Overlays nicht gegenseitig benötigen.
Paragraph
Ein Paragraph umfaßt 16 Byte. Segmentadressen können nur an
Adressen beginnen, die ein Vielfaches von 16 sind, weshalb die
Hauptspeicherbelegung meist in Paragraphen ausgedrückt wird.
Programmzähler
Der Programmzähler (IP Instruction Pointer) in Verbindung mit
der Codesegmentadresse gibt an, von wo der Prozessor sich den
nächsten auszuführenden Befehl holt.
PSP
Das »Program Segment Präfix« ist ein 256 (=$l00) Byte langer
Speicherbereich, den der Lader (EXEC-Loader) jedem ausführbaren
Programm (EXE- oder COM-Programm) im RAM (und nur da)
voranstellt. In ihm sind Informationen wie z.B. die Kommandozeile
mit den übergebenen Parametern oder die Kopien der wichtigsten
Intertuptvektoren enthalten.
Public-Domain-Software
Dies sind Programme, die lizenzfrei kopierbar sind. Meist wird
man sogar dazu angehalten, diese Programm zu vervielfältigen und
weiterzureichen. Diese Programme sind natürlich besonders
anfällig gegen Viren, da sie durch viele Hände gehen, bis sie
beim jeweiligen Endabnehmer angekommen sind.
RAM
RAM (Random Access Memory) ist der Haupt- oder Kernspeicher eines
jeden Rechners. Er ist sowohl beschreibbar als auch auslesbar,
verliert jedoch seine Information beim Ausschalten des Rechners
unwiderruflich
Read-Only-Attribut
Jede Datei kann mit diesem Attribut versehen werden. DOS stellt
es zur Verfügung, um bestimmte, wichtige Dateien vor unerlaubtem
Schreibzugriff zu schützen. Das bedeutet, daß Dateien mit
diesem Attribut zwar gelesen, nicht jedoch beschrieben oder
gelöscht werden können (bis dieses Attribut wieder gelöscht
wird);
Register
Spezielle Speicherstellen, die sich innerhalb des Prozessors
befinden. Diese Speicherstellen sind um ein Vielfaches schneller
als die herkömmlichen RAM-Speicherstellen.
Reset
Unter einem Reset versteht man ein erneutes Booten des Rechners,
ohne den Rechner dabei abzuschalten. Kann durch die
Tastenkombination Ctrl + Alt +Del bewirkt werden. Manche Rechner
verfügen auch über einen Reset-Schalter.
Resident
Programme oder Daten, die sich in einem Teil des Hauptspeichers
befinden, der von DOS als belegt gekennzeichnet ist. Residente
Programme werden also durch den Aufruf von anderen Programmen
nicht überschrieben. Residente Programme sind nur sinnvoll, wenn
sie entweder von anderen Programmen aufgerufen werden oder aber
durch einen Interrupt aktiviert werden.
ROM
Das »Read Only Memory« ist der Teil des Speichers, der nur
ausgelesen und nicht beschrieben werden kann.
Scan-Code
Der Code, der von dem Tastaturprozessor bei jedem Tastendruck an
die CPU zurückgeliefert wird, wird als Scan-Code bezeichnet.
Kann mit einer Art Numerierung der Tasten verglichen werden, die
dann vom Rechner in den sogenannten ASCII-Code umgesetzt wird.
Schreibschutz
Die Möglichkeit, Daten und Programme vor Schreib- und
Löschzugriffen zu schützen. Dies kann softwaremäßig geschehen
(Read-Only-Attribut, Anti-Viren-Programme) oder durch
Hardwaremechanismen (Schreibschutzaufkleber an Disketten,
Schlüsselschalter an Festplatten).
Segmentregister
Sie werden normalerweise dazu benutzt, ein bestimmtes Segment im
Hauptspeicher anzusprechen. Die vier Segmentregister (bei
80xx-Prozessoren) haben folgende Bezeichnungen: SS
(Stacksegment), CS (Codesegment), ES (Extrasegment), DS
(Datensegment).
Sektor
Die kleinste Dateneinheit, in die ein Datenträger unterteilt
wird. Unter DOS entspricht ein Sektor 512 oder 1024 Byte.
Shareware
Als Shareware bezeichnet man Programme, die man für wenig Geld
ohne Lizenz erwerben kann. Die Programme werden frei kopiert und
in Umlauf gebracht, und jeder, der das Programm für gut
befindet, kann auf freiwilliger Basis bezahlen. Der Preis ist in
den wenigsten Fällen festgelegt, man zahlt so viel, wie man
will.
Stack
Privater Speicherbereich eines Programmes. Er wird beim Laden des
Programmes reserviert und bietet Platz für alle lokalen
(privaten) Variablen des Programmes. Ferner dient er als
temporärer Lagerplatz für Registerinhalte.
System-Attribut
Jede Datei kann mit diesem Attribut versehen werden. DOS stellt
es zur Verfügung, um Systemdateien zu kennzeichnen. Dateien mit
diesem Attribut werden nicht mehr angezeigt (z.B. beim
DIR-Befehl) und man hat nur eingeschränkte Zugriffsrechte auf
diese Dateien.
Timer
Der Hardwarebaustein, der den Prozessor taktet. Er hat jedoch
noch viele weitere Aufgaben. So steuert er z.B. die Tonerzeugung
des Lautsprechers, springt 18,2mal in der Sekunde eine
Interrupt-Service-Routine an, usw.
Trägerprogramm
Das Ur-Virus, das vom Virusprogrammierer erstellt wurde.
Transient
Transiente Daten oder Programme verhalten sich ähnlich wie die
residenten. Sie werden aber meist an die höchste Adresse im
Hauptspeicher geladen, da sie im Gegensatz zu den residenten
Programmen von anderen Programmen wieder überschrieben werden
können und DOS ein zu ladendes Programm immer an die niedrigste
freie Adresse lädt. Bevor ein transientes Programm benutzt wird,
sollte allerdings immer sichergestellt werden, daß dieses noch
nicht überschrieben wurde. Dies kann durch eine Prüfsumme oder
ähnliches geschehen. Ist es nicht mehr in Ordnung, so muß es
vor der Benutzung nachgeladen werden.
Trojanisches Pferd
Ist nicht zu verwechseln mit einem Virus. Ein Trojanisches Pferd
pflanzt sich nicht fort, es tut nur etwas, was man vom Programm
nicht erwartet. Man kann auch Programmfehler durchaus als
Trojanische Pferde bezeichnen.
Virus
Ist ein selbstreproduzierendes Programm. Ein Virus kopiert seinen
Code oder Teile davon in andere Programme, um sie so selbst zu
Viren zu machen. Wird ein infiziertes Programm aufgerufen, so
infiziert dies wieder ein weiteres, usw. Neben diesem
Infektionsmechanismus besitzen Viren in der Regel auch noch eine
Manipulationsroutine, die z.B. Daten löscht oder verändert.
Volume-Label-Attribut
Ist bei einer Datei dieses Attribut gesetzt, so wird DOS
signalisiert, daß es sich dabei nicht um eine herkömmliche
Datei, sondern um den Namen des Datenträgers handelt.
Warmstart
Im Gegensatz zu einem Kaltstart wird hier nicht das ganze System
initialisiert, sondern nur die Tabellen und Teile des
Hauptspeichers. Ein Warmstart kann ausgelöst werden durch eine
bestimmte Tastenkombination (bei MS-DOS ist dies Ctrl + Alt + Del
) oder durch einen bestimmten Schalter, den sogenannten
Reset-Schalter. Achtung: Speicherresidente Viren können diesen
Neustart des Rechners unbeschadet überstehen.
Wirt(sprogramm)
Von einem Virus infiziertes Programm, wobei es egal ist, ob es
vom Trägerprogramm oder einem anderen Wirt infiziert wurde.
Würmer
Würmer sind Programme, die sich nicht in anderen Programmen
fortpflanzen, sondern im Hauptspeicher Kopien von sich
anfertigen' und starten. Deshalb finden sie auch nur in
Multitasking-Systemen Anwendung. Jede Kopie im Hauptspeicher
verfolgt nun eine andere Aufgabe. So könnte z.B. eine versuchen,
an ein Netzwerk angeschlossene Rechner zu finden und zu
identifizieren, während eine andere versucht, bei einem
gefundenen Rechner die Paßwörter zu erraten. Ist dies einmal
gelungen, so dupliziert sich der Wurm auch in diesem Rechner,
usw.